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Mörderische Skizzen

Die Reise ins Ich

Sinneswahrnehmung

Diese wunderbare Welt der Bilder, in der wir Fernsehfiguren leben ... was keine Figur auch nur im entferntesten ahnt, während sie über die Leinwand gleitet: Unter der Oberfläche dieser bunten Bilder wächst ein ganz anderes Leben, eine Wirklichkeit mit Signalen, Codes, feinen Andeutungen, von denen ein Filmwesen vollständig ausgeschlossen ist. Dieses Leben, das wir Leinwandschatten nicht kennen, wird offensichtlich auch von den wirklichen Menschen nur selten bewusst wahrgenommen. Fast scheint es so, als reagierten sie instinktiv auf den Geruch eines fruchtbaren Weibchens, den Duft frischer Erdbeeren oder das leise Knistern einer sich nähernden Gefahr. Sie leben im Dschungel, doch das haben sie vollständig vergessen. Die Wildnis greift nach ihnen und durchdringt ihr Leben, bestimmt jede ihrer Handlungen, und nur manchmal erwacht der Mensch aus seinem Halbdämmer und blickt unter sich, auf den vermeintlichen Boden, der seine Füße tragen soll.
Und was entdeckt er da?
Einen Abgrund?
Nein, es sind unendlich viele Abgründe, von einer Dunkelheit, wie sie nur die Wildnis hervorbringen kann, und der Mensch hangelt sich von Sinneseindruck zu Sinneseindruck wie auf schmalen Pfaden, Stegen, Brücken, immer in Gefahr, sich zu verirren. Es ist ein schlafwandlerischer Tanz um diese Abgründe herum, ein Tanz auf dem komplizierten Muster eines Spinnennetzes aus Sinneseindrücken. (Alison)