©Pergande-fotolia.com

Mörderische Skizzen

Die Figuren

Harry Klein

Er ist ein etwas schmächtiger, rothaariger Zeichner mit Hang zur Weltflucht. Brillenträger. Seine größte Schwäche besteht darin, dass er nicht Nein sagen kann zu einer Frau; sie merken es nur nicht, weil er nie gefragt wird.

Eigentlich ist er fähig zur Entwicklung erstaunlicher Handlungsstränge, doch er lässt sich immer wieder verleiten, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und gut verkäufliche Trickfilmreihen zu planen und zu skizzieren. Wenn er unter großem Termindruck steht, kann es schon mal passieren, dass die Charakterzeichnung seiner Figuren etwas schlampiger ausfällt, was ihm nun beinahe zum Verhängnis wird.

Hinter dem zwischen Zynismus und Schüchternheit schwankenden Mann verbirgt sich eine hoch neurotische Persönlichkeit, die sich vor allem vor einem fürchtet: dass er eines Tages sterben könnte, ohne gelebt zu haben. Harry hat gelernt, mit seinen Neurosen zu leben, und schafft es sogar, sie hin und wieder zu belächeln. Nur jetzt bekommt er mehr und mehr den Eindruck, dass seine Furcht vielleicht gar nicht so unrealistisch war, wie es auf den ersten Blick schien.